Im Oktober findet traditionell das Firmen- und Vereinspokalschießen im Schützenhaus im Dobeltal statt. Über die Jahre hat sich diese beliebte Veranstaltung in Bad Herrenalb stetig weiterentwickelt. Längst messen sich nicht mehr nur Firmen und Vereine miteinander, sondern auch Freizeit- und Schützenmannschaften.
In diesem Jahr gingen insgesamt 41 Mannschaften mit 166 Schützen an den Start. Darunter waren 14 Firmenmannschaften, zehn Vereinsmannschaften, zwölf Freizeitmannschaften und fünf Schützenmannschaften.
Eine Mannschaft besteht aus mindestens drei und höchstens fünf Schützen. In die Mannschaftswertung fließen jeweils die Ergebnisse der drei besten Teilnehmer ein. Jeder Schütze hat 25 Minuten Zeit, um zunächst seine Probeschüsse und anschließend 20 Wertungsschüsse abzugeben. Danach folgt der Schuss auf die Ehrenscheibe, für den weitere fünf Minuten zur Verfügung stehen.
Hier kommt es auf besondere Präzision an. Gewonnen hat, wer mit seinem Schuss dem Mittelpunkt der Scheibe am nächsten kommt. Dabei entscheiden nicht nur Zehntel- oder Hundertstelmillimeter, sondern manchmal noch wesentlich kleinere Abstände. Unsere hochmoderne elektronische Treffererfassungsanlage registriert diese Präzision automatisch und übermittelt sämtliche Ergebnisse an den zentralen Computer.
Vier Tage voller Spannung und Überraschungen
Der Wettkampf begann am Mittwochabend um 18:30 Uhr mit den ersten Mannschaften. Am Donnerstag und besonders am Freitag herrschte im Schützenhaus Hochbetrieb. Mit elf beziehungsweise sogar vierzehn Mannschaften war das Haus brechend voll. So waren wir am Samstag nicht ganz unglücklich darüber, dass es schließlich nicht mehr brechend voll, sondern nur noch voll war.
Wie immer beim Schießen gab es Überraschungen in beide Richtungen. Mancher Spitzenschütze fand in diesem Jahr einfach nicht zu seiner gewohnten Form, während andere zunächst ungläubig auf die Anzeige blickten und sich anschließend stolz über ihre unerwartet hervorragenden Ergebnisse freuten. Gerade das macht diesen Sport so faszinierend: Jeder Schuss zählt, und unmittelbar danach ist das Ergebnis sichtbar.
Auch kulinarisch war wieder einiges geboten
Eine weitere Tradition unseres Pokalschießens ist die gute Küche. Schließlich sollen unsere Gäste nicht nur sportlich auf ihre Kosten kommen. Dass uns dies auch in diesem Jahr gelungen ist, bestätigten die vielen positiven Rückmeldungen.
Besonders gefragt waren der Schweinebraten mit Spätzle und Bratensoße sowie die angebratenen Maultaschen mit Ei und Salatbeilage oder Maultaschen in der Brühe. Die köstlichen Maultaschen hatte uns auch in diesem Jahr wieder unsere Carmen König zubereitet und zur Verfügung gestellt. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön, liebe Carmen!
Daneben standen klassischer Wurstsalat, Käsespätzle mit angeschwitzten Zwiebeln, Original Thüringer Bratwürste, die eigens bei einem prämierten Metzger in Thüringen abgeholt worden waren, Fitnesssalat, Beilagensalat und natürlich unser Flammkuchen auf der Speisekarte.
Unser Servicepersonal mit Liane Kaps und Sandra Petring hatte alle Hände voll zu tun und legte in diesen Tagen sicherlich etliche Kilometer zwischen den Gästen und der Theke zurück. Hinter der Theke sorgten Andreas Kübler, Markus Zöller, Simone Srb, Marvin Petring, Anja Zimmermann und Marco Lauinger für den reibungslosen Getränkenachschub.
In der Küche wurde unser Chefkoch Frank Petring von Jürgen Kaps, Patrik Westenfelder und zeitweise Markus Zöller tatkräftig und fachkundig unterstützt.
Auch auf dem Schießstand war Teamarbeit gefragt. Unter der Schießleitung von Martin Zeh sorgten zahlreiche Standaufsichten für einen sicheren und reibungslosen Wettkampf. Sie unterstützten die Teilnehmer beim korrekten Umgang mit den Waffen und gaben so manchen hilfreichen Tipp für ein möglichst gutes Schießergebnis.
Spannung bis zum letzten Schuss
Am Samstagabend trat schließlich die letzte Mannschaft an – und sorgte tatsächlich noch einmal für erhebliche Veränderungen in der Rangliste, die sich im Laufe der Woche herausgebildet hatte.
Nicht anwesende Gewinner wurden telefonisch informiert und hatten Gelegenheit, zur Siegerehrung ins Schützenhaus zu kommen. Denn bei uns gilt die Regel: Pokale werden nur an anwesende Gewinner übergeben.
Vorstand Reinhold Bietzker übernahm anschließend die Siegerehrung und zeichnete die erfolgreichen Mannschaften und Einzelschützen mit wunderschönen Pokalen aus.
Die Sieger des Pokalschießens 2026
Kategorie Firmen
- Platz: Transportunternehmen Grässle mit 502 Ringen
- Platz: Baufirma BHS mit 487 Ringen
- Platz: Autoservice Müller mit 493 Ringen
Kategorie Vereine
- Platz: Akkordeonorchester Bernbach mit 478 Ringen
- Platz: Bezirksbienenzüchterverein mit 466 Ringen
- Platz: Harmonika-Orchester Michelbach mit 465 Ringen
Kategorie Freizeitmannschaften
- Platz: Waldteufler aus der Waldteufelstraße im Gaistal mit 519 Ringen
- Platz: Neusätzer Hasen mit 495 Ringen
- Platz: Feuerwehr Neusatz-Rotensol mit 468 Ringen
Kategorie Schützenmannschaften
- Platz: Teufelsmühle mit 528 Ringen
- Platz: Falkensteinjäger mit 523 Ringen
- Platz: Reservistenkameradschaft mit 498 Ringen
Damit gelang es der Mannschaft der Teufelsmühle, ihren Vorjahressieg erfolgreich zu verteidigen. Stolz trugen die Schützen den Wanderpokal 2026 erneut hinauf zur Teufelsmühle, wo er nun wieder im Gastraum ausgestellt ist und von den Gästen bewundert werden kann.
Die besten Einzelschützen
Auch in der Einzelwertung wurde auf hohem Niveau geschossen.
Den dritten Platz belegte Karlis Baumanis von der Teufelsmühle mit 181 Ringen. Knapp davor landete mit 182 Ringen unser Gemeindeförster Michael Gues aus Bad Herrenalb-Bad Wildbad, der für die Falkensteinjäger antrat.
Den ersten Platz sicherte sich Simona Zuja von der Teufelsmühle mit hervorragenden 186 von 200 möglichen Ringen. Damit war sie die beste Schützin des diesjährigen Pokalschießens.
Den präzisesten Schuss auf die Ehrenscheibe erzielte Niels Baumstark vom Opi’s Stammtisch. Mit einer 10,9 und einem sensationellen 19,4-Teiler traf er nahezu exakt den Mittelpunkt der Scheibe.
Für einen besonderen und humorvollen Moment sorgte schließlich Andreas Kübler. Mit der Startnummer 142 erzielte er ausgerechnet 142 Ringe. Diese bemerkenswerte Übereinstimmung war dem Vorstand einen Sonderpreis wert: ein Glas Asbach.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten
So ging das diesjährige Pokalschießen nach vier spannenden Wettkampftagen mit einer fröhlichen und humorvollen Siegerehrung zu Ende.
Der Vorstand bedankte sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den zahlreichen Gästen, die teilweise von weit her, beispielsweise aus Ötigheim und Gaggenau, angereist waren. Besonders hervorgehoben wurden die sportlich faire, disziplinierte und freundliche Atmosphäre während der gesamten Veranstaltung.
Ein ebenso großer Dank galt allen helfenden Vereinsmitgliedern, die mit umfangreichen Vorbereitungen, vielen Arbeitsstunden und großem persönlichem Einsatz dafür gesorgt hatten, dass die Veranstaltung so erfolgreich und reibungslos durchgeführt werden konnte. Sie mögen es nachsehen, dass sie hier nicht alle namentlich genannt werden können.
Sämtliche Schießergebnisse sowie Bilder der ganzen Veranstaltung und der Siegerehrung sind auf unserer Internetseite www.schuetzen-badherrenalb.de unter „Pokalschießen – Ergebnisse 2026“ zu finden.
Und im Schützenhaus geht es gleich weiter!
Bereits am Freitag findet die nächste Veranstaltung statt. AS-Schießausbildung führt im Schützenhaus einen Waffensachkundelehrgang durch. Nähere Informationen hierzu gibt es ebenfalls auf unserer Internetseite.
Wie immer laden wir alle Interessierten herzlich ein, dienstags und freitags jeweils ab 18:30 Uhr ganz unverbindlich bei uns im Schützenhaus vorbeizuschauen und in den Schießsport hineinzuschnuppern.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Die strahlenden Sieger des Wanderpokals 2026 von der Teufelsmühle

Exzellente Stimmung mit strahlenden Gesichtern beim Pokalschießen im Schützenhaus

