Kategorie: Rückblick

  • Klinikbesuch im Schützenhaus

    Klinikbesuch im Schützenhaus

    Am Donnerstag, den 30. Juli kamen nun schon zum vierten Mal die jugendlichen Patienten der Uniklinik Heidelberg nach Bad Herrenalb ins Schützenhaus. Jedes Jahr wird von einem Förderverein ein Ausflug, der meist nur in der Klinik lebenden Patienten nach Bad Herrenalb zur Aschenhütte organisiert und finanziert. Die Kinder und Jugendlichen haben chronische Nieren- und teilweise auch leberleiden und warten auf Spenderorgane, meistens viele Jahre lang.

    Es war ein freudiges Wiedersehen mit alten Bekannten und die Begeisterung war beiderseits groß. Denn die Mitglieder des Schützenvereins sind mit großem Engagement dabei, diesen Menschen einen wunderschönen Abend zu bereiten. Auch unser Bürgermeister Klaus Hoffmann ließ es sich nehmen, die Gäste persönlich zu begrüßen und mit ihnen das Gespräch zu suchen.

    Nach der herzlichen Begrüßung durch unseren Vorstand Reinhold Bietzker gab es eine Einweisung in die Schießstandordnung und eine Sicherheitsunterweisung. Anschließend verteilten sich alle in unserem Schützenhaus an die verschiedenen Stationen, wobei die meisten zunächst mit dem Luftgewehr schossen. Dabei fiel uns gleich der kleine Oskar auf, der mit viel Elan schnell seine Schüsse herausfeuerte und dann eilig von einer Disziplin zur nächsten rannte und trotz der Eile immer gute Ergebnisse erzielte. Langsam verstanden wir seine Eile. Er hatte seinen eigenen Fahrer bei sich und musste gleich im Anschluss nach Heidelberg in die Klinik fahren, wo er am nächsten Morgen operiert werden sollte. Oakar hatte darauf bestanden, vor der Rückfahrt zur Klinik noch am Schießen teilzunehmen und wir waren glücklich, ihm diesen Wunsch erfüllen zu können. Wir drücken Oskar die Daumen für eine erfolgreiche Operation.

    Auch das Blasrohrschießen stellte sich als anspruchsvoller heraus, als die meisten dachten. Aber nach ein paar Versuchen trafen die kleinen Pfeile ihre Ziele doch immer präziser.

    Spannend wurde es beim Bogenschießen. Die Schießlehrer legten zunächst bei den Kindern und Jugendlichen den Armschutz an und zeigten dann, wie man die Pfeile einlegt und mit den Fingern hält. Dann wurde der Bogen gespannt und schon sauste der Pfeil seinem Ziel entgegen. Stolz präsentierte sich mancher Schütze neben seiner Erfolgsschiebe für ein Erinnerungsfoto.

    Eindeutig am besten war aber das Schießen mit dem Kleinkaliber auf die Zielscheiben oder gar die Fallscheiben. Bei den elektronischen Zielscheiben ist höchste Konzentration und innere Ruhe erforderlich. Das Ziel ist 50 Meter entfernt und gute Schüsse treffen ein Zweieurostück. Erstaunlich gute Ergebnisse wurden auch hier erzielt. Auf Konzentration und Schnelligkeit kam es bei den Fallscheiben an. Mit einem halbautomatischen Gewehr wurden untertassengroße Scheiben, wie wir sie vom Biathlon her kennen, auf 50 Meter beschossen. Ein junger Mann brauchte nur wenige Sekunden, alle fünf Scheiben abzuschießen und war hellauf begeistert. Er wartet auf eine Spenderniere und ist über die Jahre sehr hoch in der Warteliste gerückt. Bald würde er eine neue Niere und damit ein neues Leben bekommen. Nun wird er bald 18 Jahre alt und zählt dann als Erwachsener und beginnt in der Warteliste wieder ganz unten als Neuzugang. Unglaublich, aber wahr. Wenn wir mehr Spender hätten, si wie in den anderen Ländern, wo jeder automatisch Spender ist, würde niemand so lange warten müssen.

    Unser Team erfuhr noch von vielen Schicksalen, die uns sehr berührten. So vermissten wir zwei Jungen, die letztes Jahr auch dabei waren und mussten erfahren, dass sie erst kürzlich verstorben sind. Sie waren schon angemeldet für die Reise nach Bad Herrenalb und auch für das Schießen bei uns.
    Unsere Helfer waren sehr bewegt und um so glücklicher, den jungen Patienten einen unvergesslichen Abend mit reichhaltigem Programm komplett spenden zu können.

    Wir verabschiedeten uns herzlichst voneinander und wollen uns im kommenden Jahr alle wieder sehen.

    Der Schützenverein Bad Herrenalb wünscht allen Kindern und Jugendlichen noch einen guten Aufenthalt in Bad Herrenalb, ein schnell verfügbares und passendes Spenderorgan und gut Besserung.

  • Rückblick auf Königsschießen

    Rückblick auf Königsschießen

    Am vergangenen Dienstagabend, 12.Mai 2026, fand beim SSV das traditionelle Königsschießen statt. Trotz des Termins unter der Woche herrschte reger Betrieb im Schützenhaus. Alle Teilnehmer nahmen sowohl am Adler-Königsschießen als auch am Ehrenscheibenschießen teil.

    Das Königsschießen gehört seit vielen Jahren fest zum Vereinsleben und erfreut sich großer Beliebtheit. Mit einer Teilnahmegebühr von 13,50 Euro konnten die Teilnehmer an beiden Wettbewerben teilnehmen.

    Beim Adler-Königsschießen wird ein Adler aus dünnem Holz auf einer Schießscheibe befestigt. Der Königsadler trägt traditionell Krone, Zepter und Reichsapfel. Die einzelnen abzuschießenden Teile sind mit weißen Markierungen gekennzeichnet. Ziel ist es, diese nach und nach herunterzuschießen. Durch die Visierung ist allerdings nur schwer genau zu erkennen, wo bereits Treffer gesetzt wurden. Deshalb wird den Zuschauern ein Standbild auf einen Monitor übertragen, sodass alle den Wettkampf mitverfolgen können.

    Geschossen wird der Reihe nach entsprechend der Anmeldung. Jeder Teilnehmer hat jeweils einen Schuss. Fällt dabei ein Teil des Adlers ab, gilt der betreffende Schütze als Sieger des jeweiligen Abschnitts. Gerade dadurch bleibt der Wettkampf bis zuletzt spannend, da oft erst nach zahlreichen Treffern entschieden wird, wann ein Teil tatsächlich fällt. König wird derjenige, bei dem der Korpus der Adler-Scheibe fällt. Der Adler ist mit einer Schraube befestigt. Dieser Abschnitt gilt als der schwierigste und langwierigste.

    Auch das Schießen um die Ehrenscheibe sorgte für sportlichen Ehrgeiz. Jeder Teilnehmer erhielt zunächst fünf Probeschüsse und anschließend fünf Wertungsschüsse. Für die Platzierung zählte schließlich der beste einzelne Treffer.

    Die Ehrenscheibe sicherte sich in diesem Jahr Manuela Knopf-Schneider.

    Die Adler-Teile wurden geschossen von:

    – Krone: Marco Lauinger

    – Zepter: Richard Lisch

    – Reichsapfel: Patryk Sklarek

    – linker Flügel: Frank Petring

    – rechter Flügel: Sebastian Keil

    Den entscheidenden Königsschuss setzte schließlich Marco Lauinger, der damit neuer Schützenkönig wurde.

    Die benötigten Luftgewehre wurden vom Verein zur Verfügung gestellt. Engagierte Betreuer standen an den jeweiligen Schießständen bereit und unterstützten auch ungeübte Teilnehmer oder „Erstlinge“ mit Einweisungen und Tipps. Dadurch entstand eine offene und freundliche Atmosphäre, in der neue Besucher schnell eingebunden wurden.

    Neben dem sportlichen Wettbewerb kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Um die Wartezeiten zwischen den einzelnen Schüssen angenehm zu überbrücken, gab es vom Verein bereitgestellten Leberkäse sowie zahlreiche von Mitgliedern mitgebrachte und gespendete Salate. Diese fanden großen Anklang bei den Anwesenden – besonders der Kartoffelsalat wurde vielfach gelobt.

    So wurde das diesjährige Königsschießen erneut zu einem gelungenen Vereinsabend, der Tradition, sportlichen Ehrgeiz und Gemeinschaft auf schöne Weise miteinander verband.

    Wir danken allen ehrenamtlichen Helfern herzlich für die Organisation und Durchführung dieses sehr schönen und kurzweiligen Abends in gemeinsamer Runde.