Kategorie: Kurse

  • Erste-Hilfe-Lehrgang der Firma Kübler-Forst

    Erste-Hilfe-Lehrgang der Firma Kübler-Forst

    Wenn aus der Übung plötzlich Ernst wird

    Ein lauter Schrei, ein Mann, der einen steilen Hang hinunterrollt, und plötzlich ist Schluss mit Theorie: Beim Erste-Hilfe-Lehrgang der Firma Kübler-Forst im Schützenhaus des Sportschützenvereins Bad Herrenalb e. V. wurde eindrucksvoll gezeigt, wie schnell aus einer Übung eine scheinbare Notfallsituation werden kann.

    Am Samstagmorgen um 8:00 Uhr trafen sich die Mitarbeiter der Firma Kübler-Forst zum Berufsgenossenschaftslehrgang „Erste Hilfe“. Ursprünglich hatten Matthias und Thomas Kübler geplant, den Lehrgang direkt im Wald durchzuführen – schließlich ist der Wald ihr täglicher Arbeitsplatz. Die Wetterlage machte ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung. Das Schützenhaus erwies sich als ideale Alternative: Bei Sturm oder Regen bot es Schutz, gleichzeitig stand für die praktischen Übungen das Gelände rund um das Vereinsheim zur Verfügung.

    Durch den Lehrgang führte Jürgen Krieger, staatlich geprüfter Berg- und Skiführer und Erste-Hilfe-Ausbilder der Outdoorschule Süd e. V. aus Freiburg. Er war eigens für den Kurs angereist und begann nicht mit trockener Theorie, sondern mit einer einfachen Frage an die Teilnehmer: Welche Unfälle habt ihr im Wald und bei der Forstarbeit schon selbst erlebt?

    Schnell wurde deutlich, dass die Arbeit im Wald nicht nur körperlich anspruchsvoll, sondern auch mit erheblichen Gefahren verbunden ist. Gerade im Schwarzwald kommt eine weitere Schwierigkeit hinzu: In vielen Tälern ist der Mobilfunkempfang eingeschränkt oder überhaupt nicht vorhanden. Bis ein Notruf abgesetzt und professionelle Hilfe alarmiert werden kann, kann deshalb wertvolle Zeit verstreichen.

    Umso wichtiger ist es, dass Kollegen in einer Notfallsituation wissen, was zu tun ist – und vor allem, was zuerst zu tun ist.

    Realistische Szenarien statt trockener Theorie

    Anhand verschiedener Fallbeispiele erarbeiteten die Teilnehmer, wie sie in einem Notfall Schritt für Schritt vorgehen müssen. Was tun, wenn ein Kollege beim Holzfällen auf ein Wespennest tritt, von zahlreichen Wespen gestochen wird, bei der Flucht den Halt verliert und einen steilen Hang hinunterstürzt?

    Was zunächst wie ein ungewöhnliches Übungsszenario klingt, ist in der Forstwirtschaft durchaus eine realistische Gefahr und in ähnlicher Form bereits mehrfach vorgekommen.

    Danach wurde es praktisch. Im Freien übten die Teilnehmer die Wiederbelebung, das fachgerechte Anlegen von Verbänden zur Versorgung starker Blutungen und die Bergung eines Verletzten. Besonders die Bergung an einem steilen Hang hatte es in sich. Selbst für kräftige Holzfäller ist es keine einfache Aufgabe, einen schweren Verletzten sicher aus unwegsamem Gelände zu transportieren.

    Dann wurde es plötzlich ernst.

    Ein lauter Schrei durchbrach die Übung. Die Teilnehmer sahen, wie ihr Ausbilder Jürgen den steilen Hang hinunter in Richtung des Lagerplatzes der Firma Kübler rollte. Am Kopf eine scheinbar starke Blutung.

    Für einen kurzen Moment herrschte Verblüffung. Dann funktionierte das zuvor Erlernte: Die Teilnehmer eilten zum Verletzten und begannen mit der Versorgung. Doch damit nicht genug – während der Erstversorgung verlor der Verletzte auch noch das Bewusstsein.

    Jetzt mussten die Teilnehmer zeigen, was sie gelernt hatten.

    Jürgen Krieger hatte die Situation täuschend echt vorbereitet. Eine spezielle Blutkapsel sorgte für die realistisch wirkende Kopfverletzung, und auch der Sturz war so inszeniert, dass die Teilnehmer das Gefühl hatten, einen echten Unfall miterlebt zu haben.

    Nach der Erstversorgung wurde schließlich auch ein Notruf bei der Rettungsleitstelle simuliert. Damit war die Übung beendet.

    Alles richtig gemacht

    Nun wurde gemeinsam ausgewertet. Jürgen Krieger ging die einzelnen Rettungsmaßnahmen noch einmal Schritt für Schritt mit den Teilnehmern durch. Sein Fazit fiel erfreulich aus: Alles richtig gemacht!

    Nach dieser durchaus anstrengenden und aufregenden Übung hatten sich die Teilnehmer eine Stärkung redlich verdient. Die Eigentümer und Vereinsmitglieder der Teufelsmühle sorgten kurzerhand für ein leckeres Gulasch und damit für einen gelungenen Abschluss des praktischen Teils.

    Am späten Nachmittag ging ein intensiver und lehrreicher Erste-Hilfe-Lehrgang bei bestem Wetter zu Ende. Die Teilnehmer hatten an diesem Tag nicht nur theoretisches Wissen erworben, sondern vor allem eines gelernt: Im Notfall zählt jede Minute – und es kommt darauf an, dass man weiß, was zu tun ist.

    Bleibt zu hoffen, dass das Erlernte niemals bei einem echten Unfall benötigt wird. Sollte es doch einmal dazu kommen, sind die Mitarbeiter der Firma Kübler-Forst nun bestens vorbereitet.

    Erste Hilfe dort, wo sie gebraucht wird

    Die Outdoorschule Süd e. V. aus Freiburg wurde vor fast 25 Jahren gegründet und steht für eine fachgerechte, solide und anerkannte Ausbildung von Ersthelfern im Outdoorbereich. Sie vermittelt Wissen und Kompetenz in Erster Hilfe, Sicherheit und Rettung in lebensbedrohlichen Situationen – im Wald, am Fels, im Wasser und überall dort, wo Menschen in der Natur unterwegs sind.

    Weitere Informationen: outdoorschule-sued.de

    Zwei Mann bringen einen bewusstlosen Forstwirt am Steilhang in die stabile Seitenlage

    Kursleiter Jürgen Krieger von der Outdoorschule Süd e.V. erklärt die richtige Wiederbelebung anhand von Übungspuppen

  • Waffensachkunde vom 23. bis 25. Oktober

    Waffensachkunde vom 23. bis 25. Oktober

    Der verantwortungsvolle Umgang mit Schusswaffen beginnt lange bevor die erste Patrone geladen wird. Wer eine Waffe besitzen oder im Schießsport dauerhaft aktiv werden möchte, benötigt nicht nur die gesetzlich vorgeschriebene Waffensachkunde, sondern vor allem ein solides Verständnis für Sicherheit, Technik und rechtliche Rahmenbedingungen.

    Aus diesem Grund freut sich der Sportschützenverein Bad Herrenalb, einen staatlich anerkannten Waffensachkundelehrgang der AS Schießausbildung als Gastveranstaltung auf unserer Anlage begrüßen zu dürfen. Der Lehrgang richtet sich an angehende Sportschützen sowie an Personen, die sich intensiv mit dem sicheren und rechtskonformen Umgang mit Waffen auseinandersetzen möchten.

    Mehr als eine formale Voraussetzung

    Viele Interessenten verbinden die Waffensachkunde zunächst mit einer Prüfung und einem Nachweis für die Waffenbehörde. In der Praxis bildet sie jedoch die Grundlage für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Waffen und Munition.

    Neben den gesetzlichen Bestimmungen werden Themen wie Sicherheitsdenken, Risikobewusstsein und die korrekte Handhabung vermittelt. Ziel ist es, Wissen nicht nur auswendig zu lernen, sondern Zusammenhänge zu verstehen und in realen Situationen anwenden zu können.

    Schießsport lebt von Verantwortung

    Der Schießsport genießt in Deutschland eine lange Tradition. Gleichzeitig sind die Anforderungen an Waffenbesitzer hoch. Umso wichtiger ist eine fundierte Ausbildung, die den sicheren Umgang mit Sportwaffen in den Mittelpunkt stellt.

    Eine gute Waffensachkunde schafft die Grundlage für verantwortungsbewusstes Handeln auf dem Schießstand, bei Wettkämpfen und im Alltag. Sie trägt dazu bei, Sicherheitsstandards im Schützenwesen dauerhaft hoch zu halten und das Vertrauen in einen verantwortungsvollen Schießsport zu stärken.

    Bad Herrenalb als Ausbildungsstandort

    Mit seiner Lage im Nordschwarzwald ist Bad Herrenalb für Teilnehmer aus der Region Karlsruhe, Ettlingen, Pforzheim, Calw und dem weiteren Umland gut erreichbar. Die moderne Schützenanlage unseres Vereins bietet dafür einen geeigneten Rahmen und ermöglicht die Verbindung von theoretischer Ausbildung und praktischen Übungen in einer realen Vereinsumgebung.

    Ein Gewinn für die Region

    Veranstaltungen dieser Art bringen nicht nur neue Interessenten mit dem Schießsport in Kontakt, sondern fördern auch den Austausch zwischen Vereinen, Ausbildern und Schützen aus unterschiedlichen Bereichen. Davon profitieren sowohl Einsteiger als auch erfahrene Schützen.

    Der Sportschützenverein Bad Herrenalb freut sich darauf, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf unserer Anlage begrüßen zu dürfen und wünscht allen eine erfolgreiche Ausbildung sowie einen guten Start in ein sicheres und verantwortungsvolles Schützenleben.